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Doctor Who: The End Of (a very hard) Time

Doctor Who 2010

Tot… Tot… der (zehnte) Doctor ist nun tot! ENDLICH!

Hätte mans gedacht, dass man sich mal als Doctor Who-Fan den Tag herbei sehnt, an dem der aktuell amtierende Doctor endlich den Löffel abgibt?

Endlich ist es geschafft, dass gestern die letzte Episode mit David Tennant über den Schirm flimmerte, man muss auch sagen ENDLICH kam es nach elendig langer Warterei (innerhalb der Folge) zur Regenaration, nachdem es ja offensichtlich für den zehnten Doctor immer neue Gründe gab nicht regenerieren zu wollen oder zu können oder es ja noch die ein oder anderen Abschiedsbesuche zu erledigen galt – so viel Zeit muss ja schließlich sein…

Zur letzten Folge “The End Of Time” gibt es storytechnisch nicht viel zu sagen, denn die Story fehlt komplett. Vielmehr bekommt man eine Aneinanderfügung verschiedener Szenen und halbgarer – meist schlechter – Ideen zu sehen. Ob nun alles so logisch ist… oder ob es zur Kontinuität der Serie passt… oder zur bisherigen Charakterisierung der Figuren… EGAL!… Alles läuft im Grunde nur darauf hinaus, dass man sich am Schluß 20 Minuten (!) Verabschiedungsszenen, Heulereien und endlich die Regeneration ansehen darf.

Was alle anderen neun Doctoren vorher ohne Heulerei und ohne “I don’t want to go!” innerhalb weniger Minuten schafften muss hier auf wahre ZWANZIG Minuten ausgeweitet werden.
Es ist schon eine Frechheit diesem Doctor nun entgegen allem was vorher war so einen riesen Abgang zu verschaffen. Offensichtlich ist es auch die Fähigkeit unseres neuen “Timelord Victorious”, dass er seine Regeneration zwischen seinem “It’s starting…” und dem Ende so lange hinauszögern kann, bis er sich von allem und jedem verabschiedet hat. Und da seine Regeneration ja auch sooo besonders ist setzen wir doch gleich damit den halben TARDIS Console Room in Brand. Und nein: Es ist keine Erklärung notwendig, warum es in der nächsten Staffel einen neuen Konsolenraum gibt, das haben andere Doctoren auch vorher ohne Zerstörung geschafft.

Schade ist auch, wie Gallifrey und die Timelords hier den “Neusehern” vermittelt werden. Wenn Steven Moffat die Timelords je zurück holt hoffe ich, dass es ihm mit diesem Hintergrund der Arschloch-Rasse aus End of Time dennoch gelingt sie wieder etwas positiver darzustellen. Keine Frage, dass es auch bei den Timelords Gute und Böse gab, dass Macht korrumpiert und sicher vieles in der Vergangenheit auch nicht in Ordnung war, aber die Präsentation in dieser Folge stieß mir doch etwas arg auf.

Gut an der Folge konnte ich neben dem ein oder anderen Wortwitz nur die grüne Kaktusfrau Addams finden, die dem Doctor das ein oder andere Mal sagte, was sich der geneigte Fan denkt (“Idiot!”) und ganz besonders gefiel Bernard Cribbins als Wilf. Endlich hat er mal ordentlich Screen-Time und es macht so viel Spaß ihm zuzusehen. Ihm nimmt man einfach (im Gegensatz zu … nein, besser nicht…) alles ab, was er spielt.

Wahrscheinlich kann man aus den RTD-Jahren eine Erfahrung ziehen: So ähnlich müssen sich wohl damals die Fans gefühlt haben, als John Nathan-Turner das Ruder übernahm. Danke Russel fürs Zurückbringen der Serie ins Fernsehen, aber dein Ausstieg wäre etwa zwei Jahre vorher besser gewesen und hätte uns viel Nerven gespart.

Kann man nur hoffen, dass Matt Smith uns unter Steven Moffat nun einen besseren Doctor geben wird, aber viel schlimmer kann es ja eigentlich nicht werden. Ich hoffe einfach mal, dass “Geronimo!” bitte bitte nicht eine neue Catch-Phrase (oder Hass-Phrase wie “Allons-y“) wird und lasse mich ansonsten gerne positiv überraschen in “Spring 2010″!

Doctor Who – Series Five Trailer


 

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